Katzen und Fisch

Was Sie bei der Fütterung Ihrer Katze mit Fisch beachten sollten

Viele Katzen schätzen Abwechslung bei ihrem Futter. Neben Katzenfutter mit verschiedenen Fleischsorten sollten Sie deshalb auch Futter mit Fisch anbieten, denn viele Katzen fressen sehr gerne Fisch. Warum das so ist und welche Vorteile Fisch im Katzenfutter hat, erfahren Sie in diesem Artikel.

Als Katzenbesitzer möchten Sie das Beste für Ihr Haustier. Das fängt bei einem artgerechten, hochwertigen Futter an. Katzen sind von Natur aus Fleischfresser. Das hat einen Grund: Sie brauchen Proteine für die Aufrechterhaltung ihrer Körperfunktionen. Zur Aufrechterhaltung ihres Blutzuckerspiegels benötigen Katzen keine Kohlenhydrate, denn sie bilden Glukose aus speziellen Aminosäuren aus ihrem Futter. Aminosäuren sind die Bausteine der Proteine, daher ist ein proteinreiches Futter für Katzen lebenswichtig. Katzen, ganz gleich welcher Rassen, sollten deshalb ein artgerechtes Futter bekommen, das einen hohen Anteil an proteinreichem Fleisch oder Fisch enthält.

Darum fressen viele Katzen gerne Fisch und Meeresfrüchte

Katzen schätzen den Geruch und Geschmack von Fisch meistens außerordentlich. Denn Fisch – und besonders Seefisch – hat einen charakteristischen Geruch. Deshalb fressen die meisten Katzen Futter mit Fisch wie Thunfisch oder Lachs sehr gern, denn der Geruchssinn ist bei Katzen eng mit dem Geschmackssinn verknüpft. Auch Calamari ist eine Delikatesse, welche die meisten Katzen lieben. Aber Fisch schmeckt Katzen nicht nur gut, er ist außerdem sehr gut bekömmlich und Futter mit einem hohen Fischanteil ist für Katzen gut verdaulich und entlastet das Verdauungssystem.

Fisch liefert für Katzen wichtige Nährstoffe

Fisch ist für Katzen gesund und eine gute Proteinquelle, doch er liefert noch weitere wichtige Nährstoffe. Besonders fettreicher Fisch wie Thunfisch und Lachs liefert beispielsweise zusätzlich wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Je fettreicher die Fischsorte ist, desto mehr Kalorien hat sie, doch enthält Fisch besonders viele Omega-3-Fettsäuren, die auf viele Körperfunktionen eine positive Auswirkung haben. So stärkt er beispielsweise das Immunsystem und sorgt für eine gesunde Haut und gesundes, glänzendes Fell. Omega-3-Fettsäuren wirken außerdem entzündungshemmend.

Auch als Quelle für Vitamin A sind einige Fischarten zu empfehlen. Katzen haben nämlich einen besonderen Stoffwechsel und können anders als beispielsweise Menschen kein Vitamin A aus der pflanzlichen Vorstufe Betacarotin herstellen. Deshalb ist es für sie wichtig, Vitamin A über ihr Futter aufzunehmen. Thunfisch ist reich an Vitamin A, daher leistet Katzenfutter, das Thunfisch enthält, einen Beitrag zur Katzengesundheit. Besonders die Augen, die Haut und das Fell von Katzen sind auf Vitamin A angewiesen.

Lachs enthält viel für Katzen essenzielles Taurin

Taurin ist eine für Katzen essentielle Aminosulfonsäure, die sie nicht selbst herstellen können und daher mit der Nahrung aufnehmen müssen. Taurin ist mit den Aminosäuren verwandt und kommt natürlicherweise in Fleisch und Fisch vor. Es ist an vielen Stoffwechselfunktionen der Katze beteiligt.

Fressen wild lebende Katzen Fisch?

Man hört öfter, dass Katzen in der Natur keinen Fisch fressen. Tatsächlich sind Katzen Landtiere, die selten ins Wasser gehen und wenn überhaupt, flache Uferstreifen bevorzugen. Das ist der hauptsächliche Grund, warum sie in der Natur meistens keinen Fisch fressen. Bietet sich ihnen allerdings die Gelegenheit, dann wird ihr Jagdinstinkt durchaus geweckt und sie fangen selber Fische, wie man im folgenden Video sieht.

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Und wenn Sie schon einmal in einem kleinen Fischereihafen waren, haben Sie vielleicht beobachtet, wie gerne Katzen frisch gefangenen Fisch fressen. Auch manche Aquarienbesitzer können berichten, dass Katzen sich durchaus für andere Haustiere wie Fische interessieren, wenn sie nur in erreichbarer Nähe sind.

Wann Fisch für Katzen nicht geeignet ist

Einige Katzen reagieren jedoch auch allergisch auf Fisch und Fischprodukte. Für diese Katzen ist Fisch im Futter dann nicht zu empfehlen. Anzeichen einer Futterallergie kann zum Beispiel Erbrechen direkt nach dem Füttern sein. Stellen Sie fest, dass Ihre Katze das Futter mit Fisch nicht verträgt, sollten Sie unbedingt zu einem anderen Futter wechseln. 

Auch Katzen, die unter Problemen mit ihrer Schilddrüse leiden, sollten keinen Seefisch fressen. Katzen mit einer Überfunktion der Schilddrüse vertragen nämlich den im Fisch enthaltenen Jodanteil nicht. Anzeichen für eine Schilddrüsenüberfunktion kann eine stetige Gewichtsabnahme bei gleichzeitig gesteigertem Appetit sein. Dies sollten Sie unbedingt mit einem Tierarzt abklären.

Darum sollten Sie keinen rohen Fisch an Ihre Katze füttern

Rohen Fisch sollten Sie auf keinen Fall an Ihre Katze verfüttern, egal wie frisch er ist.

Katzen haben zwar einen sehr feinen Geruchssinn und riechen instinktiv, wie frisch der Fisch ist. Die Gefahr eine Lebensmittelvergiftung ist daher – anders als bei Menschen – sehr gering. Doch Fische sind oft von Würmern und anderen Parasiten befallen. Dies kann für Katzen, die rohen Fisch fressen, zu Beschwerden wie Bauchschmerzen, Erbrechen, Fieber und Durchfall führen. Würmer können zusätzlich auch ernste Krankheiten auslösen. Daher sollten Sie es unbedingt vermeiden, rohen Fisch zu füttern. Katzenfutter, das Fisch enthält, ist dagegen völlig unbedenklich, denn Fisch und Meeresfrüchte sind immer gegart und damit ein sicheres Futtermittel für Katzen.

Die meisten Katzen freuen sich über eine Abwechslung auf ihrem Speiseplan. Überraschen Sie Ihre Katze also einfach einmal mit einer neuen Futtersorte aus leckerem Fisch!

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