Katzen, Kaninchen und andere Haustiere zusammen halten

Wie das Zusammenleben von Katzen mit anderen Haustieren klappt

Leben unterschiedliche Haustiere wie Katzen und Kaninchen zusammen in einem Haushalt, funktioniert dies nicht immer reibungsfrei. Tierarten verhalten sich unterschiedlich und haben verschiedene Ansprüche. Immer wieder gibt es allerdings auch Beispiele dafür, dass Tiere verschiedener Arten sich nicht nur tolerieren, sondern sogar anfreunden. Wir sagen Ihnen, worauf Sie beim Zusammenleben achten sollten.

Katzen zusammen mit Hamster, Kaninchen oder Mäusen – geht das?

Katzen zusammen mit Kaninchen, Hamstern oder anderen Kleintieren zu halten, ist in der Regel unproblematisch. Es kann sogar zu einzigartigen Tierfreundschaften kommen. Die Kleintiere leben meist in Gehegen in der Wohnung, auf dem Balkon oder im Garten. Unbeaufsichtigt und freilaufend sollten Nager wie Hamster oder Kaninchen nicht in der Wohnung gehalten werden. Sie sollten besonders vorsichtig sein, wenn die Nager kleiner als Ihre Katze oder noch jung sind. Draußen in der Natur zählen kleinere Tiere wie Mäuse und junge Kaninchen zu den Beutetieren der Katze. Es ist der natürliche Jagdinstinkt der Katze, ihnen aufzulauern und sie zu fressen.

Kleine und junge Nagetiere gehören immer in ein sicheres Gehege, wenn sie unbeaufsichtigt sind.

Sichern Sie das Gehege so, dass die Katze es nicht öffnen kann. Egal, ob Sie das Gehege in der Wohnung oder draußen aufstellen: Es sollte artgerecht und groß genug sein, dass Hamster oder Kaninchen sich zurückziehen können und die Katze sie nicht bedrängen kann. Mäuse sollten Sie auf keinen Fall aus dem Gehege lassen, wenn die Katze im Raum ist. Nutzen Sie kleinere Haustiere wie Mäuse und Hamster auf keinen Fall dazu, den Jagdtrieb der Katze zu wecken.

Katze und Hund haben klassische Kommunikationsprobleme

Schon die Redewendung „wie Katz und Hund“ zeigt: Diese beiden Tierarten haben Verständigungsprobleme. In vielen Haushalten leben Hunde und Katzen jedoch eng zusammen und können gut miteinander auskommen.

Hunde und Katzen geben unterschiedliche Signale mit Schwanz und Pfote

Hunde wie Katzen setzen den Schwanz ein, um Signale zugeben. Katzen begrüßen sich zum Beispiel mit einem hocherhobenen Schwanz, er drückt Freude und eine erwartungsvolle Haltung aus. Für einen Hund dagegen signalisiert eine erhobene Rute Aggression.

Mit einer erhobenen Pfote zeigt die Katze, dass sie gleich schlagen und kratzen wird. Für einen Hund bedeutet diese Geste dagegen Unterwürfigkeit. Er weicht entsprechend nicht zurück und geht sogar auf die Katze zu.

Katzen haben einen Fluchtreflex, Hunde einen Jagdinstinkt

Katzen haben außerdem einen ausgeprägten Fluchtreflex, der in Hunden jedoch oft einen Jagdinstinkt weckt. Die Folge: Der Hund rennt der Katze hinterher und das Verhältnis der beiden Tiere wird noch angespannter.

Wachsen Kitten und Welpe zusammen auf, gewöhnen sich beide von Anfang an aneinander und es gibt wenig Missverständnisse. Kommt ein Tier später zum Haushalt dazu, ist es schwieriger. Manche Tiere verstehen sich dann gut, andere ignorieren sich oder haben sogar bei jeder Gelegenheit Streit.

Freundschaft zwischen Katze und Hund: So können Sie nachhelfen

Klappt das Zusammenleben von Hund und Katze nicht so gut, sollten Sie sich etwas überlegen. Es kann beispielsweise sinnvoll sein, die Tiere zu belohnen, wenn sie sich wie gewünscht verhalten. Beispielsweise können Sie die Katze zu sich rufen und mit einem Leckerli belohnen, wenn der Hund anfängt zu knurren. Die Katze lernt dann, dass es sich lohnt, sich vom Hund zu entfernen.

Katzen setzen sich gut gegen größere Tiere durch

Bei größeren Haustieren wie anderen Katzen oder Hunden brauchen Sie sich in der Regel weniger Gedanken darüber machen, ob Ihre Katze zu kurz kommt.. In aller Regel können Katzen sich auch gegen große Hunde durchsetzen – und im schlimmsten Falle auf ein Regal oder durch die Katzenklappe nach draußen fliehen.

Da Katzen gerne nach ihrem eigenen Tagesablauf leben, ist es empfehlenswert, für Freigänger eine Katzenklappe einzurichten, damit sie ein- und ausgehen können, wie sie mögen. Dann sollte das Zusammenleben klappen.

Katzen und Vögel – das sollten Sie beachten

Vögel werden in der Regel in einem Käfig gehalten. Er sollte groß genug sein, dass die Tiere ausreichend Bewegung bekommen. Während der Vogel im Zimmer fliegt, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Türen gut verschlossen sind und die Katze das Zimmer nicht betreten kann. Ein flatternder Vogel im Zimmer weckt die Jagdinstinkte der meisten Katzen.

Vögel können aber auch darunter leiden, dass Katzen sich bedrohlich verhalten, indem sie sich beispielsweise auf den Käfig legen und mit ihren Pfoten gegen die Gitterstäbe schlagen.

Es gibt allerdings auch Beispiele, dass Katzen und Vögel sich bestens verstehen. Besonders Wellensittiche, die oft sehr zutraulich sind, freunden sich oft mit Katzen im Haushalt an.

So klappt es mit Katze und Aquarium

Viele Katzen sind vom Anblick eines Aquariums fasziniert und können stundenlang davor sitzen, um den Fischen zuzuschauen. Wenn Sie einige Dinge beachten, ist es problemlos möglich, ein Aquarium in einem Haushalt mit Katzen zu haben. 

Stellen Sie das Aquarium sicher und standfest auf. Manche Katzen beginnen mit der Pfote im Aquarium zu fischen, dabei kann es kann es leicht einmal zu einem Missgeschick kommen, wenn die Katze an den Kabeln oder der Pumpe hängen bleibt. Achten Sie darauf, dass auch das Zubehör sicher angebracht ist.

Die Abdeckung sollte stabil und ohne Spalten angebracht sein, damit die Katze nicht ins Becken fallen kann. Deckt die Abdeckung nicht ganz ab, beispielsweise, weil Sie eine Öffnung zum Füttern lassen möchten, weckt dies manchmal das Interesse der Katze und sie versucht dann erst recht mit der Pfote ans Wasser zu gelangen.

Einige Katzen liegen gern auf der Abdeckung, weil sie meistens schön warm wird. Sofern die Katze dort nur liegt, ist dies kein Problem. Hineinfallen können sollte sie allerdings nicht.

Mit ein bisschen Geduld können Sie Ihrer Katze helfen, sich auch mit anderen Haustieren zu arrangieren oder sogar anzufreunden. Manchmal braucht es etwas Zeit, aber am Ende des Prozesses kann sogar eine große Freundschaft stehen.

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