Katzenfutter Inhaltsstoffe: Was steckt wirklich in der Dose?

Warum Ihre Katze Fleisch braucht und wie Sie die Deklaration auf der Verpackung richtig verstehen

Eine ausgewogene Ernährung ist das Erfolgsrezept für ein gesundes Leben – beim Mensch wie beim Tier. 
Katzen sind Fleischfresser und haben ein vergleichsweise kurzes Verdauungssystem. Dieses ist primär – jedoch nicht ausschließlich – auf das Verdauen von Fleisch ausgerichtet. Um Ihre Katze artgerecht zu ernähren, sollte das Katzenfutter demnach proteinreich sein und einen hohen Fleischanteil haben. Daher ist es wichtig zu verstehen, was genau auf dem Etikett der Dose steht. Im Folgenden beantworten wir die wichtigsten Fragen zu Inhaltsstoffen im Katzenfutter.

Was bedeutet „tierische Nebenerzeugnisse“?

Auf der Rückseite einer Dose stehen die Inhaltsstoffe der Reihe nach angeordnet. Je weiter vorne eine Zutat in der Auflistung steht, desto mehr befindet sich davon anteilig im Produkt. Häufig steht auf der Inhaltsliste die Angabe „tierische Nebenerzeugnisse“– dies sind grob gesagt Produkte, die beim Schlachten anfallen. Die tierischen Nebenerzeugnisse sind in den meisten Fällen die Bestandteile des Tieres, die bei uns Menschen aufgrund der veränderten Verzehrgewohnheiten nicht mehr so häufig auf dem Speiseplan stehen. Die tierischen Nebenerzeugnisse, die wir in unserem Katzenfutter verwenden, sind ausschließlich Innereien. 


Denn nicht alle Nebenerzeugnisse im Katzenfutter sind schlecht oder schädlich für Ihre Katze – ganz im Gegenteil. Sie braucht nicht nur Muskelfleisch, sondern auch Bindegewebe und mineralhaltige Fleischprodukte, wie Innereien für eine optimale Entwicklung. Denken Sie an eine Maus, die ein optimaler Snack für Ihre Katze ist. Jedoch sollte der Anteil an tierischen Nebenerzeugnissen nicht zu hoch sein, da die Katze dann wesentlich mehr fressen müsste, um ihren Nährstoffbedarf zu decken.

Sind Konservierungsstoffe bei Katzenfutter aus der Dose notwendig?

Unnötig und schädlich für Ihre Katze sind künstliche Konservierungsstoffe mit E-Nummern zwischen E200 und E297. Die meisten Katzenfutter-Dosen werden pasteurisiert. Die gefüllten und geschlossenen Dosen werden dafür auf über 120°C erhitzt und über einen längeren Zeitraum gegart – der Inhalt der Dose hält sich lange ganz ohne zugesetzte Konservierungsstoffe. Damit werden alle gefährlichen Keime abgetötet und der Inhalt ist sterilisiert. Diese Dosen bezeichnet man als Vollkonserven und sie sind sehr lange haltbar. 
Besonders schädlich sind die Konservierungsstoffe E210-E213. Diese werden häufig zur Konservierung von Fleisch-, Fisch- und Wurstwaren wie Salami im Lebensmittelhandel verwendet. Geben Sie Ihrer Katze deshalb etwa beim Abendessen nichts am Tisch, auch wenn es Ihnen schwer fällt, den großen Augen zu widerstehen. Sie tun Ihrer Katze in dem Fall nichts Gutes.

Tipp: Notfalls haben Sie in der Nähe des Esstisches eine Packung Katzensnacks parat. Anstatt einer Scheibe Wurst oder Käse geben Sie Ihrer Katze damit einen bekömmlichen Snack speziell für Katzen.

Was ist mit Vitaminen, Mineralstoffen und Taurin im Katzenfutter?

Bei Katzenfutter handelt es sich meist um Alleinfuttermittel. Diese Vollnahrungen mit allen wichtigen Nähr- und Aufbaustoffen, Vitaminen und Mineralien sind ernährungsphysiologisch ausgewogen, um Ihre Katze artgerecht zu ernähren – vor allem, wenn sie einen hohen Fleischanteil haben.

Wenn Fleisch und Fisch Hauptbestandteil des Katzenfutters ist, ist auch Taurin im ausreichenden Maß enthalten und muss nicht zugefügt werden. Taurin ist eine essentielle Aminosäure. Dieser Wirkstoff stärkt das Herz und wirkt sich positiv auf die Sehkraft aus. Zudem braucht Ihre Katze Taurin für ihren Stoffwechsel, und es ist wichtig für die Gesundheit Ihrer Katze.

Vitamine werden auf dem Etikett nur dann ausgewiesen, wenn sie separat zugesetzt werden.

Was sonst noch drin steckt: Proteine, Fette, Asche und Wasser

Auf dem Dosenetikett finden Sie bei den Nährwertangaben weiterhin Begriffe wie: Rohproteinwert, Rohfaser und Rohasche. Was damit gemeint ist:

Rohproteinwert ist der Wert an reinem Protein, der im Katzenfutter enthalten ist. Dieser liegt bei Nassfutter meistens zwischen  5 bis 15% und bei Trockenfutter meistens bei 30 bis 40%

Rohfett: Katzen beziehen den Großteil ihrer Energie aus Fett – bevorzugt aus tierischen Fetten. Bei Alleinfuttermitteln liegt der Fettgehalt meistens zwischen 5 und 8% (Nassfutter) und zwischen 16 und 25% (Trockenfutter), alles darunter ist als fettarm zu bezeichnen.

Rohasche gibt den Gehalt an anorganischen Bestandteilen im Futter an – sowohl die anorganischen Bestandteile im Fleisch wie auch die zugesetzten Vitamine und Mineralstoffe.

Rohfaser beschreibt die im Futter enthaltenen Ballaststoffe. Diese Fasern können Katzen zwar nicht verdauen, sie regen dennoch die Verdauung an. Die Darmbakterien profitieren davon und der Kot Ihrer Katze erhält die perfekte Konsistenz. Dieser Wert gibt an, wie hoch der Anteil der unverdaulichen Nahrungsbestandteile in der Nahrung ist.

Kalzium und Phosphor sind wichtige Nährstoffe u.a. für den Knochenbau und sollten im richtigen Verhältnis zueinander stehen (die Empfehlungen liegen zwischen 1:1 und 1,2:1)

Wasser, dasauf dem Etikett oft als Feuchtegehalt deklariert wird, ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil. Doch dürfen Sie das nicht falsch verstehen: Der Feuchtegehalt im Futter ist nicht rein zugesetztes Wasser, sondern er bezieht sich ebenso auf den natürlichen Wassergehalt im Lebensmittel. Eine Gurke beispielsweise enthält 97 Prozent Wasser. Und da Katzen trinkfaul sind, ist die Fütterung mit Nassfutter zu empfehlen.

Enthält Dosenfutter Lock- oder Suchtstoffe?

Einige Katzenfutter enthalten Geschmacksverstärker wie Bratensaucenaroma, Corned-Beef-Salze, Sellerie-Geschmack und andere Aromastoffe, um den Geschmack zu verbessern. Dabei ist die hochwertige Rohstoffauswahl und die Art der Zubereitung wichtiger für den Geschmack des Futters. Diese Zusätze sind zwar für Ihre Katze nicht schädlich, ein hochwertiges Futter sollte diese aber nicht enthalten.

Generell gilt, dass Sie darauf achten sollten wie viel Futter Sie am Tag Ihrer Katze geben. Die Dosierung ist wichtig, denn Katzenfutter kann unterschiedliche Nährstoffdichten haben. Es ist deshalb bedeutend, sich an die Fütterungshinweise auf dem Etikett des Futters zu halten. Tun Sie Ihrer Katze etwas Gutes und füttern Sie nur so viel wie nötig und immer das richtige Futter – speziell für Katzen.

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