Urlaubszeit: Was Katzen brauchen, wenn Sie nicht zu Hause sind

Ohne Haustier in den Urlaub – wichtige Tipps, damit Sie Ihre Katze mit gutem Gewissen alleine lassen können

Sie möchten für ein paar Tage wegfahren, endlich mal wieder in den Urlaub? Doch was machen Sie mit Ihrer Katze? Wie lange kann Ihr Haustier alleine zu Hause bleiben? Wann ist es sinnvoll, eine Katzenpension oder einen qualifizierten Katzensitter aufzusuchen? Oder reicht es, wenn der Nachbar sich einmal am Tag um Ihr Tier kümmert? Wir haben Tipps und Hinweise, wie Sie dafür sorgen, dass sich Ihr Haustier während Ihrer Abwesenheit wohl fühlt.

Sie haben einen Kurztrip geplant – was zu beachten ist

Das Wochenende ist in greifbarer Nähe, der langersehnte Besuch bei Freunden steht an. Ihre Katze bleibt zu Hause – und soll während Ihrer Abwesenheit gut versorgt werden. Geht das? Ja. Keine Panik, dafür müssen Sie weder einen Katzensitter noch eine Katzenpension aufsuchen. Für Ihre Katze ist es okay, für ein, zwei Nächte alleine zu sein. Wichtig dabei: Ihr Haustier muss rundum versorgt sein. 

Worauf Sie achten müssen:

Ausreichend Futter zur Verfügung stellen

Ihr Haustier braucht mindestens zweimal täglich Futter. Katzen nehmen lieber wenig, dafür aber häufiger Nahrung zu sich. So ist der Stoffwechsel permanent angeregt und die Katze fühlt sich einfach besser. 

Hier gibt es mittlerweile technische Unterstützung – ein automatisierter Futterspender mit Zeitschaltuhr gibt zur vorprogrammierten Stunde das Futter frei und integrierte Kühlpads halten das Nassfutter frisch und genießbar. Der Vorteil hier: Ihr Haustier bekommt immer zur selben Zeit das Futter.

Für genügend Trinkwasser sorgen

Eine ausgewachsene Katze von vier Kilogramm benötigt etwa 200 ml Wasser pro Tag, größere Katzen etwas mehr, kleinere etwas weniger. Viele Katzen bevorzugen eine räumliche Trennung von Wasser- und Futterstelle – stellen Sie deshalb mehrere Wassernäpfe getrennt vom Futternapf auf.

Sich um ein sauberes Katzenklo kümmern

In Toiletten-Fragen sind Katzen besonders heikel. Ein sauberes Katzenklo ist Pflicht, ansonsten wird es nicht benutzt, oder Ihre Katze sucht sich einen anderen Platz. Eine Katze braucht ein sauberes Katzenklo, um ihren Urin und Kot abzusetzen und zu vergraben. Das heißt, es sollte nach maximal 48 Stunden gereinigt werden.

Wenn Sie in Ihrer Abwesenheit einige Türen verschließen und das Katzenklo an einen anderen Ort stellen, achten Sie darauf, dass die Katze keinesfalls beobachtet oder durch laute Geräusche gestört werden kann. Ein stilles, verstecktes Örtchen eben – das ist es was sie braucht.

Für welches Katzenstreu entscheide ich mich?

Beim Katzenstreu gibt es verschiedene Varianten, wie zum Beispiel Silikatstreu, Klumpstreu oder pflanzliches Streu. 
Pflanzliches Katzenstreu ist biologisch abbaubar und besteht meist aus Holz, Mais oder anderen pflanzlichen Materialien. Ökologisch gesehen ist das die beste Wahl. Es ist oftmals viel ergiebiger als das herkömmliche klumpende Katzenstreu, denn Flüssigkeit wird im Kapillarsystem der natürlichen Pflanzenfasern effektiv gebunden.

Was machen Katzen eigentlich den lieben langen Tag?

Tipps für Beschäftigung und Ausstattung

Schlafen, dösen, bewegliche Objekte beobachten – so verbringt eine Katze viele Stunden des Tages. Die Rangfolge ihrer Wohlfühl-Kriterien ist festgelegt: Hauptsache warm, trocken, gerne hoch gelegen, möglichst versteckt und ruhig. Ruheoasen, Aussichtsplätze am Fenster, Verstecke und genügend Kletter- und Kratzmöglichkeiten in Ihrer Wohnung sind wichtig, denn Katzen haben einen natürlichen Bewegungsdrang und müssen sich hin und wieder austoben.

In der Wohnungs- beziehungsweise Revierfrage haben Mensch und Katze unterschiedliche Auffassungen. Eine – in unseren Augen – schicke, minimalistisch eingerichtete Wohnung mit wenig Möbeln und viel leerem Raum ist für die Jägerin Katze ein Albtraum. Also sorgen Sie dafür, dass leere Kartons und das ein oder andere Papierknäuel sowie Spielzeug-Mäuse zum Spielen herumliegen, vor allem, wenn Sie Ihr Haustier für längere Zeit alleine lassen. Aber Vorsicht: Denken Sie immer an die Sicherheit Ihrer Katze und vermeiden Sie auf jeden Fall Gummibänder, in denen die Katze sich verfangen könnte.

So erkennen Sie eine gute Tierpension für Ihre Katze

Wenn Sie länger wegfahren und keinen Tiersitter im privaten Umfeld haben, können Sie über eine Tierpension nachdenken. Ein gewerblicher Tiersitter, wie etwa der Betreiber einer Tierpension, braucht eine Genehmigung nach § 11 des Tier­schutz­gesetzes. Sie können sich bei Ihrem örtlichen Tierheim nach einem Tiersitter mit Referenzen erkundigen. Manche Katzenpensionen bieten auch Hausbetreuungen an. Ein paar Tipps: ​​​​​​

 

  • Machen Sie einen spontanen, nicht angekündigten Besuch, bevor Sie Ihr Haustier in eine Tierpension geben. Dann sehen Sie, wie die Tiere dort gehalten werden und bekommen einen authentischen Eindruck.

  • Achten Sie auf die Betreuer in der Tierpension: Anzahl und Fachkompetenz spielen eine wichtige Rolle. Ein Pfleger sollte nicht mehr als maximal 15 Katzen betreuen müssen.

  • Achten Sie auf das Verhalten der Tiere dort. Fühlen sie sich wohl? Haben sie genug Platz zum Spielen und Toben? Gibt es genügend Rückzugsmöglichkeiten?

Wie Sie Ihre Katze für die Pension vorbereiten

Um einen Platz in einer Katzenpension sollten Sie sich bereits längere Zeit vor dem Urlaub kümmern, denn nicht nur die Plätze sind begehrt, sondern die Katze muss auch die nötigen Gesundheitsatteste vorweisen können. 

Hier sollten Sie sich darauf einstellen, dass

  • Kater kastriert sein müssen

  • Ihr Haustier geimpft sein muss gegen Katzenschnupfen, -seuche, -leukose und Tollwut

  • die Katze nachweisbar entfloht und entwurmt wurde

Sie haben sich gerade erst eine Katze angeschafft und möchten gerne verreisen?

Wenn Sie frischgebackene Katzenbesitzer sind, sollten Sie für Ihr neues Haustier ausreichend Zeit einplanen, um sich zu kümmern. Idealerweise sind Sie in den ersten Wochen rund um die Uhr für Ihren neuen Mitbewohner da, denn anfangs gibt es sehr viel Neues zu erkunden: neue Gerüche, neue Geräusche, neues Essen, eine neue Toilette. Alles erst einmal aufregend und vielleicht auch beängstigend.

Katzen sollte man erst nach einer Eingewöhnungszeit von
circa zwei bis drei Wochen alleine lassen.

Je nach Rasse, Alter und Charakter verhalten sich Tiere unterschiedlich und haben verschiedene Bedürfnisse: So brauchen zum Beispiel Jungkatzen mehr Zuwendung und sind besonders deprimiert, wenn sie alleine gelassen werden. Unterschiede können Sie auch in den Rassen erkennen – Maine Coons, Siamkatzen und Birmas sind wesentlich anhänglicher als die typische deutsche Bauernhofkatze.

Tipp: Gewöhnen Sie Ihre Hauskatze langsam daran, alleine zu Hause sein. Beginnen Sie mit einer Stunde Abwesenheit, dann mit zwei und steigern Sie diese Zeit immer weiter, bis Sie auch mal über Nacht wegbleiben.

Sollte Ihre Katze mit dem Alleinsein kein Problem haben, kann sie auch während eines zweiwöchigen Urlaubs zu Hause bleiben. Das geht aber nur, wenn täglich jemand bei der Katze vorbeischaut. In diesem Fall muss der Katzensitter oder die Nachbarin sich nicht nur um die Futternäpfe, Trinkschalen und das Katzenklo kümmern – sondern auch dafür sorgen, dass frische Luft in die Wohnung kommt und die Katze die nötigen Streicheleinheiten bekommt. Suchen Sie also einen Katzensitter aus, der seine Aufgabe wirklich gerne macht und dafür genügend Zeit hat.

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