Kittenfutter – das ist wichtig für die Auswahl des richtigen Futters

Wann Sie Kittenfutter füttern sollten und was dabei wichtig ist

Kleine Kätzchen werden direkt nach der Geburt von ihrer Mutter gesäugt – die Muttermilch deckt alle erforderlichen Nährstoffe für die jungen Tiere ab. Etwa ab der vierten bis achten Lebenswoche beginnen Kitten, überwiegend Futter aus dem Napf zu fressen. Erfahren Sie hier, warum spezielles Kittenfutter besonders empfehlenswert ist und wie lange es verfüttert werden sollte.

Das Fressen aus einem Napf lernen Kitten von ihrer Mutter, so wie auch viele andere Fertigkeiten: sich zu putzen, die Katzentoilette zu benutzen oder das Kratzen an einem Kratzbaum. Sie beobachten ihre Mutter und probieren es dann selbst aus. Am Anfang müssen die Kätzchen beim Fressen aus dem Napf eine ganze Menge lernen, denn sie müssen die Fleischstückchen erst mit dem Maul anheben und mit ihren Zähnen zerkleinern, ohne dass sie wieder herausfallen. Dies verlangt ein bisschen Übung, aber bald werden die Kitten wie selbstverständlich das Futter aus dem Napf fressen.

Kitten haben während des Wachstums einen erhöhten Nährstoffbedarf

Bei ihrer Geburt sind Kätzchen oft nur rund zehn Zentimeter groß und wiegen zwischen 70 und 100 Gramm. Doch obwohl die Kitten so klein sind, haben sie einen vergleichsweise hohen Energie- und Nährstoffbedarf. Dieser ist im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht sogar etwa doppelt so hoch wie bei ausgewachsenen Katzen. Kitten können jedoch nicht einfach eine größere Menge Futter fressen, da auch ihr Verdauungstrakt noch im Wachstum ist.

Sie benötigen daher Futter, das auf ihre besonderen Bedürfnisse abgestimmt ist und besonders energiereich ist. Bis zum Ende der ersten 12 Lebensmonate sollten Sie Kittenfutter füttern. Ist das Kätzchen mit etwa einem Jahr ausgewachsen, wechseln Sie nach und nach zu Futter für erwachsene Katzen.

Mit speziellem Kittenfutter unterstützen Sie die Kätzchen im Wachstum und ihrer Entwicklung.

Kittenfutter ist kalorienreicher als Futter für ausgewachsene Katzen, aber auch reicher an zusätzlichen Nährstoffen und Spurenelementen. Ein als Kittenfutter ausgezeichnetes Futter enthält alle lebenswichtigen Inhaltsstoffe in ausreichender Menge. Sie brauchen also keine weiteren Nahrungsergänzungsmittel zu füttern. Gegen einen kleinen Snack, der speziell auf die Ansprüche von Kitten abgestimmt ist, spricht dagegen nichts. Kleine Rituale oder Spiele, bei denen Sie Snacks als Belohnung einsetzen, helfen dabei, die Beziehung zwischen Ihnen und den Kätzchen zu vertiefen. Die Tiere werden so zutraulicher und weniger scheu.

Behalten Sie im Blick, ob die Kitten genug Milch von der Katzenmutter bekommen

Beim Säugen werden Katzen ungern gestört und haben lieber ihre Ruhe. Behalten Sie die Katze dennoch im Blick, um zu checken, ob sie genug Milch für alle Kitten hat und alle Kitten gedeihen.

Säugen ist die erste natürliche Ernährung für junge Katzen. Doch die Monate aus Trächtigkeit und anschließendem Säugen sind auch anstrengend für das Muttertier. Viele Katzen nehmen nach der Geburt der Kitten erheblich ab. Die Katze sollte jetzt qualitativ hochwertiges Futter bekommen, denn wenn sie säugt, ist es besonders wichtig, dass sie gesund und kräftig bleibt. Achten Sie deshalb darauf, dass die Mutterkatze alle Nährstoffe bekommt, die sie braucht. Snacks, die zusätzliche Nährstoffe bringen, sind jetzt besonders empfehlenswert. Wichtig ist während der Säugephase auch, dass die Katze genug trinkt, denn nur dann kann sie die Milch für ihren Wurf produzieren. Ein Katzengetränk kann zu zusätzlichem Trinken animieren.

Getreidefreies Kittenfutter ist die ideale Futtergrundlage für Kätzchen

Beginnen Sie nach einigen Wochen, Katzenfutter an die Kitten zu verfüttern, gibt es dafür ein riesiges Angebot in Supermärkten und im Fachhandel. Deshalb ist es sinnvoll, sich Gedanken zur artgerechten Ernährung von Katzen zu machen. Natürlicherweise fressen Katzen Fleisch. In ihrem Revier jagen sie Mäuse, andere Kleinnager und Vögel und fressen sie komplett auf. Das Gebiss von Katzen ist aufs Jagen und Erlegen von Beutetieren ausgelegt. Pflanzliche Kost fressen freilebende Katzen dagegen gar nicht, wenn man von Gräsern absieht, die sie gelegentlich brauchen, um Haarballen auszuwürgen. Getreidefreies Katzenfutter ist deshalb artgerecht und empfehlenswert, weil es der natürlichen Nahrung von Katzen ähnlich ist. Besonders wichtig für Katzen ist, dass das Futter Taurin beinhaltet, denn die Tiere können Taurin selbst nicht in ausreichendem Maße herstellen. Fleisch und Fisch enthalten Taurin als natürlichen Bestandteil in hohen Konzentrationen.

Die Futtermenge des Kittenfutters hängt vom Alter der Kätzchen ab

Die Futtermenge für Katzen ist individuell und hängt auch vom Alter des Tieres ab. Generell sollten Katzen ab der vierten bis achten Woche mehrmals am Tag gefüttert werden, mindestens zweimal am Tag. Kitten sollten Sie anfänglich deutlich öfter füttern. Die meisten jungen Katzen haben ein instinktives Gespür dafür, wie viel Futter sie brauchen, und fressen nicht zu viel.

Lesen Sie immer die Angaben auf der Verpackung, da die Nährwerte je nach Futter unterschiedlich sind.

Dass junge Kätzchen kleinere Futterstückchen fressen sollten, ist auf den ersten Blick einleuchtend. Entsprechend ist Kittenfutter angepasst und sowohl Feuchtfutter als auch Trockenfutter bestehen aus kleineren Stückchen. Wenn Ihre Katze größer wird, können Sie dazu übergehen, nach und nach kleine Mengen Futter für adulte Katzen zu füttern.

Achten Sie auf ausreichend Flüssigkeit zum Trinken für Kitten

Ausreichend frisches Wasser sollten Kitten immer zur Verfügung haben. Flüssigkeit ist für alle Körperfunktionen wichtig. Achten Sie gerade im Sommer darauf, dass immer genügend Wasser in den Näpfen für die Kitten zur Verfügung steht, weil sonst die Gefahr einer gefährlichen Dehydrierung besteht.

Wichtig: Geben Sie kleinen Kätzchen auf keinen Fall Kuhmilch zu trinken. Kuhmilch hat einen sehr viel höheren Anteil an Laktose als die Milch der Katzenmutter. Katzen vertragen Kuhmilch deshalb nicht gut und ihre Verdauung kann durcheinanderkommen. Im Laufe ihres Wachstums verlieren sie mehr und mehr die Fähigkeit, Laktose zu verarbeiten. Viele Katzen bekommen deshalb Durchfall, wenn sie Milch trinken.

Bieten Sie immer Wasser zum Trinken an – Katzen trinken draußen von Natur aus Wasser aus Pfützen und Bächen.

Fließendes Wasser finden sie übrigens besonders attraktiv. Für Katzen, die wenig trinken, kann sich deshalb die Anschaffung eines Katzenbrunnens lohnen.

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